Gruppenregeln
Ein sicherer Raum entsteht nicht durch Technik allein. Mit der Teilnahme gelten diese Regeln. Bei einem Konflikt entscheidet die Moderation im Interesse der Gruppe.
Vertraulichkeit
Was im Treffen erzählt wird, bleibt im Treffen. Keine Aufzeichnungen, Screenshots, Mitschriften mit Klarnamen oder Weitergabe von Geschichten anderer.
Alias genügt
Niemand muss den echten Namen, Wohnort, Arbeitgeber, Diagnose oder andere identifizierende Angaben nennen. Teile keine Daten anderer Personen.
Respekt statt Urteil
Wir sprechen aus der eigenen Erfahrung, lassen ausreden und verzichten auf Beschämung, Drohungen, Diskriminierung, sexuelle Belästigung und Gewaltverherrlichung.
Keine Behandlung
Das Treffen ist Selbsthilfe, keine medizinische Behandlung, Psychotherapie oder Krisenversorgung. Medikamente, Entzug und Diagnosen werden nur mit Fachpersonal geklärt.
Keine Werbung
Keine Verkaufsangebote, Spendenwerbung, Partnerwerbung, politische Missionierung, Kontaktanbahnung gegen den Willen anderer oder Vermittlungsprovisionen.
Nüchterner Raum
Kein Konsum während des Treffens und keine sichtbaren alkoholischen Getränke. Wer stark beeinträchtigt wirkt, wird geschützt aus der Runde genommen und auf passende Hilfe hingewiesen.
Grenzen achten
Kamera und aktives Sprechen sind freiwillig. Niemand wird zu persönlichen Offenbarungen gedrängt. Ein Nein wird ohne Diskussion respektiert.
Moderation entscheidet
Die Moderation darf Beiträge unterbrechen, Mikrofone stummschalten, Personen entfernen oder ein Treffen beenden, wenn Sicherheit oder Regeln verletzt werden.
Folgen bei Regelverstößen
Die Moderation spricht eine klare Grenze aus. Bei schweren oder wiederholten Verstößen kann sie eine Person sofort entfernen, den Zugangscode sperren und den Vorfall mit möglichst wenigen Daten dokumentieren. Bei glaubhafter akuter Gefahr gilt der Krisenablauf.
Hinweis für Angehörige
Angehörigengruppen dienen auch deinem eigenen Schutz. Keine heimlichen Aufnahmen, keine Überwachung einer betroffenen Person und keine Veröffentlichung ihrer Geschichte. Bei Gewalt oder Gefahr für Kinder ist professionelle Hilfe wichtiger als Vertraulichkeit innerhalb einer Selbsthilfegruppe.
Version 1.0 · Stand 24. August 2026